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Zwei junge Menschen laufen auf dem Karlsruher Marktplatz.
Zwei junge Menschen laufen auf dem Karlsruher Marktplatz.
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Der Karlsruher Verkehrsverbund wächst

Gesellschafterbeitritt erfolgreich: Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Staatssekretärin Dr. Ute Leidig, Enzkreis-Landrat Bastian Rosenau, Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch, Verkehrsminister Winfried Hermann, KVV-Geschäftsführer Prof. Dr. Alexander Pischon und Rastatts Erster Landesbeamte Sebastién Oser freuen sich über den unterschriebenen Gesellschaftervertrag. Foto: Paul Gärtner/KVV

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) wächst: Durch die Integration des VPE-Gebiets entsteht damit ein Verbundraum für knapp zwei Millionen Menschen auf über 4.000 Quadratkilometern – von der Pfalz bis vor die Tore Stuttgarts. Das Land Baden-Württemberg, die Stadt Pforzheim und der Enzkreis sind dafür als Gesellschafter in den KVV beigetreten.

Meilenstein für den Nahverkehr

Der Gesellschafterbeitritt wurde am 18. Dezember 2025 notariell beurkundet und markiert einen wichtigen Schritt für den Nahverkehr in der Region. Der Prozess begann im Februar 2025 mit einer Absichtserklärung und wurde innerhalb eines Jahres erfolgreich abgeschlossen. Mit der Sitzung des Aufsichtsrats am 20. Januar 2026 hat die neue Verbundstruktur offiziell ihre Arbeit aufgenommen.

Mehr Service und einfachere Strukturen

Mit der Erweiterung rückt die Region mehr zusammen: verbindliche Qualitätsstandards in der Kundenbetreuung, einheitliche Tarife im gesamten Gebiet sowie die Weiterentwicklung digitaler Mobilitätslösungen wie etwa der KVV.regiomove-App. 

Die Bedeutung des Zusammenschlusses wurde bei einer gemeinsamen Pressekonferenz deutlich. Mit dem Beitritt des Landes Baden-Württemberg wird auch die Abstimmung zwischen Aufgabenträgern, Verbund und Landesebene weiter gestärkt. Verkehrsminister Winfried Hermann, der Karlsruher Oberbürgermeister und KVV-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Frank Mentrup, der Enzkreis-Landrat Bastian Rosenau, Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch sowie KVV-Geschäftsführer Prof. Dr. Alexander Pischon stellten die nächsten Schritte vor.

Verkehrsminister Winfried Hermann sagt: „Die Einbindung des Verkehrsverbunds Pforzheim-Enzkreis (VPE) in den Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) bringt viele Vorteile für die Fahrgäste: Von Bad Herrenalb bis Vaihingen und von Bretten bis Renningen gibt`s einen besseren Service, einen professionelleren Vertrieb und modernere digitale Angebote. 

Es ist sinnvoll, dass sich die kleinen Verbünde den größeren anschließen. Denn kleinräumige Verbünde passen nicht zu den größeren Mobilitätsbedürfnissen von heute. Der gelungene Prozess zeigt auch: Wenn alle an einem Strang ziehen, gelingen Verbundzusammenschlüsse selbst in kurzer Zeit.“

Der Karlsruher Oberbürgermeister und KVV-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Frank Mentrup betont: „Mit dem Beitritt von Pforzheim und dem Enzkreis übernehmen wir gemeinsam Verantwortung für den leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr in einem Lebensraum, in dem die Menschen über Wirtschaft, Kultur, Soziales und auch ganz persönlich über ihre Familien und Freunde bereits aufs Engste vernetzt sind. Die Region gewinnt damit an Attraktivität und Zukunft.“

Landrat Bastian Rosenau freut sich über die sehr gute Zusammenarbeit. „Dem Beitritt vorausgegangen ist eine langjährige und vertrauensvolle Kooperation. Sie hat ermöglicht, dass die notwendigen Schritte im Vorfeld ohne große Geräuschkulisse erfreulich reibungslos vollzogen werden konnten. Der Fahrplan dafür war eng getaktet, wurde aber ohne Verzögerungen eingehalten. Für die konstruktive Zusammenarbeit danke ich ausdrücklich allen Beteiligten“, so Rosenau.  

Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch bewertet den Beitritt zum KVV als großen Gewinn. „Auch für die Stadt Pforzheim ist der Beitritt zum KVV ein großer Gewinn: Als Oberzentrum zwischen Schwarzwald, Rheinebene und Metropolregion Stuttgart kommt uns eine wichtige Brückenfunktion im regionalen Mobilitätsnetz zu. Gerade für die vielen Pendlerinnen und Pendler aus und nach Pforzheim, aber auch für Freizeitreisende bedeutet der größere Verbundraum eine spürbare Erleichterung im Alltag“, erklärt Boch. 

KVV-Geschäftsführer Prof. Dr. Alexander Pischon hob die Bedeutung des nächsten Abschnitts hervor: „Mit der notariellen Unterzeichnung und der Aufsichtsratssitzung ist der Übergang von der Absicht zur Umsetzung gelungen. Der KVV kann damit als noch leistungsfähigere Plattform dienen, um Verbundstrukturen gemeinsam zu gestalten und zukunftsfähige Lösungen im öffentlichen Nahverkehr umzusetzen.“

Das bedeutet die Erweiterung für Fahrgäste 

Kurzfristig ändert sich nichts. Bestehende Tickets und Abonnements behalten im jeweiligen tariflichen Geltungsbereich ihre Gültigkeit. Die Harmonisierung von Tarifen, Vertrieb und Kundenservices erfolgt nach und nach. Der neue, einheitliche Tarif im erweiterten KVV-Gebiet ist derzeit für Dezember 2026 vorgesehen. Über konkrete Änderungen werden die Fahrgäste frühzeitig informiert.

Der weitere Prozess wird von den Gesellschaftern eng begleitet. Der KVV kann so einen modernen, verlässlichen und gut vernetzten öffentlichen Nahverkehrsraum im erweiterten Verbundgebiet bieten.