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Zwei junge Menschen laufen auf dem Karlsruher Marktplatz.
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Bahnbetrieb der VBK und AVG spart tausende Tonnen klimafeindliches CO2 ein

Der ÖPNV ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Mobilitätswende. Die VBK und AVG leisten mit ihrem Bahnbetrieb einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Umweltfreundlich mit der Bahn ans Ziel: Auch im vergangenen Jahr haben die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) mit ihrem Mobilitätsangebot auf der Schiene einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Durch ihre Tram- und Stadtbahnen, die ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden, konnten die beiden kommunalen Verkehrsunternehmen 2022 zusammen 42.785 Tonnen klimafeindliches Kohlenstoffdioxid (CO2) einsparen.

„Mit unseren Bahnen stehen wir für nachhaltige Mobilität. Sie ist der Markenkern unserer Verkehrsunternehmen“, erklärt Prof. Dr. Alexander Pischon, Geschäftsführer von VBK und AVG, und weist auf die Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs als ein zentraler Baustein für eine ökologische Verkehrswende hin. „Der Klimawandel schreitet weiter voran. Der vergangene Juli war weltweit der wärmste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Auswirkungen der Erderwärmung sind bereits schon jetzt dramatisch und machen die Dringlichkeit zum Handeln offensichtlich. Das betrifft auch den Verkehrssektor, der nach wie vor einer der größten Verursacher von Treibhausgasen in Deutschland ist und seinen Klimazielen deutlich hinterherhinkt“, macht Prof. Pischon deutlich.

Während nach Angaben des Bundesumweltamtes die Treibhausgasemissionen in der Energiewirtschaft (-46,1 Prozent), der Industrie (-41,1 Prozent) oder im Gebäudesektor (-46,8 Prozent) zwischen 1990 und 2022 bereits deutlich reduziert werden konnten, ist der Verkehrssektor der große Nachzügler beim Klimaschutz. Hier sind die Emissionen lediglich um 9,4 Prozent zurückgegangen. Auch 2022 hat der Verkehr, der rund 20 Prozent des CO2-Ausstoßes in Deutschland verursacht, seine Sektorziele deutlich verfehlt. Der größte Teil der Emissionen wird dabei weiterhin durch Autos verursacht. Damit Deutschland seine Klimaziele gemäß dem Pariser Abkommen und dem Bundes-Klimaschutzgesetz einhalten kann, muss der Verkehrssektor seine Emissionen bis zum Jahr 2030 um 48 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren.

ÖPNV weist deutlich bessere Klimabilanz auf als der Autoverkehr

Dabei kann Klimaschutz ganz simpel sein: Einfach auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen. Denn im Vergleich zum Auto kann der ÖPNV den deutlich besseren ökologischen Fußabdruck vorweisen. So produziert der ÖPNV auf der Schiene laut Bundesumweltamt pro Personenkilometer nur 80 Gramm Treibhausgase, während ein Auto mit 162 Gramm mehr als die doppelte Menge klimafeindlicher Emissionen ausstößt. Selbst Linienbusse im ÖPNV weisen im Vergleich der Verkehrsträger mit 108 Gramm noch eine deutlich bessere Klimabilanz als PKWs auf.

Der öffentliche Nahverkehr ist daher ein wichtiger Baustein für eine klimafreundliche Mobilitätswende – auch hier in der Region. „Mit dem Deutschlandticket oder dem landesweiten JugendticketBW gibt es neue, attraktive Ticketprodukte. Noch nie war das Fahren mit Bus und Bahn so einfach und kostengünstig. Auch mit einem individuellen und intelligenten Mobilitätsmix aus Bus oder Bahn, Auto und Fahrrad, wie wir ihn zum Beispiel über unsere Plattform regiomove anbieten, kann man einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, betont Prof. Dr. Pischon.

Tram- und Stadtbahnen von VBK und AVG fahren seit 2017 mit Ökostrom

Schon seit 2017 sind die emissionsfreien Bahnen von VBK und AVG ausschließlich mit sauberem Ökostrom aus regenerativen Quellen unterwegs. Im vergangenen Jahr bezogen die VBK von den Stadtwerken Karlsruhe rund 42,8 Millionen Kilowattstunden grünen Strom, die AVG rund 79,4 Millionen Kilowattstunden. Mit dem sauberen Strom legten die Tram- und Stadtbahnen zusammen rund 28 Millionen Kilometer zurück – das entspricht 698 Erdumrundungen. Produziert wird der Energiebedarf für die Bahnen überwiegend in Wasserkraftanlagen in Skandinavien. Der Ökostrom ist über einen so genannten Herkunftsnachweis beim Umweltbundesamt zertifiziert. Da auch bei der Gewinnung des Ökostroms CO2 produziert wird – etwa durch den Bau von Wasser- und Windkraftanlagen – unterstützen die VBK und AVG zudem freiwillig ein Klimaschutzprojekt in Mexiko, um diese Emissionen auszugleichen.

Der CO2-Einsparwert für das Jahr 2022 errechnet sich aus dem Vergleich zur CO2-Emmission, die durch die Nutzung des Stroms aus dem Strom-Mix in Deutschland produziert worden wären. Der Einsparwert entspricht dem CO2-Verbrauch einer deutschen Kommune mit rund 4.000 Einwohnern ─ wenn man die durchschnittlichen Pro-Kopf-Emission von 10,5 Tonnen CO2 pro Kopf pro Jahr zugrunde legt (Quelle: Bundesumweltamt). Damit Deutschland seine Klimaziele erreicht, müsste dieser Wert auf unter eine Tonne pro Jahr sinken.