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Fünf Männer in Anzügen stehen vor einem KVV-Plakat. Zwei schütteln Hände. Sie halten Urkunden mit dem Wappen Baden-Württembergs in den Händen.
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regiomove vernetzt Mobilitätsangebote am Oberrhein

Egal ob Bahn, Bus, Casharing oder Leihfahrrad: Mit regiomove erhalten die Nutzer*innen ein breitgefächertes Mobilitätsangebot aus einer Hand und sind so flexibel unterwegs. Foto: © Paul Gärtner/regiomove

Die intelligente Vernetzung verschiedener Mobilitätsangebote am Oberrhein schreitet weiter voran: Auf der internationalen Fachmesse IT-Trans boten am Donnerstag, 12. Mai 2022, die Macher*innen von regiomove einen Blick hinter die Kulissen des Projektes, das innerhalb der vergangenen fünfeinhalb Jahre erfolgreich in die Praxis umgesetzt wurde und nun einen wichtigen Baustein für eine nachhaltige Verkehrswende in der Region Karlsruhe darstellt.

Rund 50 Gäste waren der Einladung gefolgt, um sich aus erster Hand über die „Rezepte und Zutaten“ für regiomove zu informieren, das nach seinem Finale als eines von der EU und vom Land Baden-Württemberg geförderten Mobilitätsprojektes nun als Erfolgsmodell regional und überregional durchstarten möchte. Pakt (multimodaler Mobilitätsverbund und Vertragsstruktur), Plattform (multimodale Buchungs-App) und Port (regionale Mobilitätsstationen) lauten die drei Arbeitspakete, zu denen die jeweiligen Entwickler*innen den Besuchern des Forums in der Messe Karlsruhe Rede und Antwort standen und interessante Einblicke in die Strategien und Umsetzungsmethoden des Projekts gaben.

Intermodales und umweltfreundliches Mobilitätsangebot

„Seit der ersten Idee zu diesem Projekt, über die Planung bis hin zur Pilotphase und dem jetzigen Routinebetrieb haben wir mit regiomove einen beachtlichen Weg zurückgelegt und das Motto ‚Alles außer beamen‘ eindrucksvoll mit Leben gefüllt. Ich danke allen Projektpartnern, die zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts beigetragen und damit einen echten Mehrwert in Sachen intermodaler und umweltfreundlicher Mobilität für die Menschen in der Region geschaffen haben“, erklärte Dr. Alexander Pischon, Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV).

Mit regiomove will sich der KVV von einem ÖPNV-Anbieter zu einem Mobilitätsverbund transformieren. „In den kommenden Monaten wollen wir nun kontinuierlich weitere Angebote in regiomove integrieren und die App für unsere Kunden damit noch attraktiver machen“, so KVV-Projektleiter Dr. Frank Pagel. So kommen im Laufe des Jahres mit dem Elektroroller-Anbieter VOI und dem On-Demand-Service „KVV.MyShuttle“ zwei weitere Services für die regiomove-Nutzer hinzu, die das Angebotsspektrum nochmals deutlich erweitern.

Zahl der Ports in der Region wächst weiter

Nach dem gelungenen Launch der regiomove-App im März 2020 – diese bündelt die klassische Nahverkehrsangebote mit Bus und Bahn mit weiteren Angeboten wie Carsharing oder Leihrädern und bietet den Nutzern eine Mobilitäts- und Servicekette aus einer Hand – wird das Vorhaben in den kommenden Wochen mit der Inbetriebnahme weiterer Ports in der Region Karlsruhe, an denen die unterschiedlichen Mobilitätsangebote physisch miteinander vernetzt werden, weiter wachsen und auch im öffentlichen Raum noch sichtbarer. Ende Mai wird die nächste Mobilitätsstation in Ettlingen eingeweiht, danach gehen Ports in den Kommunen Graben-Neudorf, Karlsruhe-Hagsfeld und Rastatt in Betrieb. In Baden-Baden, Bühl und Bretten gibt es diese modular aufgebauten Mobilitätsstationen mit einer Vielzahl an Services bereits. Die Menschen in der TechnologieRegion Karlsruhe haben so die Möglichkeit, eine Strecke intermodal mit verschiedenen Verkehrsmitteln zurückzulegen, ohne zwischen Apps verschiedener Anbieter wechseln zu müssen.

„Mit regiomove bieten wir den Menschen in der Region eine echte Alternative zum eigenen Auto, gerade auch in ländlicheren Gebieten mit dünnerem ÖPNV-Angebot. Durch die Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel ist man flexibel und zugleich klimafreundlich unterwegs. Das Konzept eröffnet Kommunen ganz neue Perspektiven, um sich weiterzuentwickeln“, sagt Dr. Matthias Proske, Direktor des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein (RVMO). Als Träger der Regionalplanung ist der RVMO auch für die regionale Steuerung der Themengebiete Verkehr und Mobilität zuständig und unterstützt im Projekt regiomove daher die Partner in der Zusammenarbeit mit den Kommunen der Region.

Leistungsstarker Nahverkehr ist wichtiger Standort- und Wirtschaftsfaktor

Die Chancen und Vorteile, die regiomove bietet, hat man auch in anderen Regionen Baden-Württembergs erkannt. So strebt der KVV 2023 eine Verknüpfung der regiomove-App mit der App „Ortenau Mobil“ an, die das Mobilitätsangebot verbundübergreifend erweitert:
Mit regiomove können dann auch alle multimodalen Services in dem flächengrößten Landkreis Baden-Württembergs, der bis Südbaden reicht, gebucht werden – und umgekehrt.

„Mobilität ist ein ganz wichtiger Standort- und Wirtschaftsfaktor, denn wir stehen hier auch im Wettbewerb mit anderen Regionen. Das leistungsstarke Nahverkehrsangebot trägt entscheidend zur hohen Lebensqualität in unserer Region bei. Wir brauchen intelligente Konzepte und die digitale Vernetzung von Mobilitätsangeboten, um die klimaschonenden Verkehrswende in den kommenden Jahren noch weiter voranzutreiben. Wie dies gelingen kann, zeigt regiomove sehr eindrucksvoll“, betonte Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH beim Abschlussforum von regiomove.

Das Projekt regiomove wird vom Land Baden-Württemberg und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) als ein Leuchtturmprojekt der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH mit rund 4,9 Millionen Euro gefördert.