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Vereinzelte Fahrtausfälle aufgrund deutlich erhöhten Krankenstands bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe

Auf den Straßenbahnlinien der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) kommt es derzeit zu vereinzelten Fahrtausfällen. Grund hierfür ist ein aktuell deutlich erhöhter Krankenstand beim Fahrpersonal. Die Disponent*innen der VBK setzen das zur Verfügung stehende Fahrpersonal möglichst so ein, dass sich diese Fahrtausfälle über den Tag hinweg verteilen und dicht nach einer ausfallenden Bahn die nächste folgt, um den Fahrgästen eine schnelle Weiterfahrt zu ermöglichen. „Es ist unser klares Ziel, die Auswirkungen für unsere Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Wir bedauern jeden einzelnen Ausfall und entschuldigen uns dafür“, betont Christian Höglmeier, technischer Geschäftsführer der VBK.

Wie in vielen anderen Branchen auch, ist der Krankenstand bei den Verkehrsbetrieben aktuell deutlich erhöht. „Wir liegen etwa fünf Prozent über Normalwert – das können wir leider nicht mehr mit Reservefahrer*innen kompensieren“, sagt Höglmeier. Aktuell müssen die VBK aber nur bei der Linie 3 die in der Hauptverkehrszeit zusätzlich zum regulären Takt verkehrenden Verstärkerfahrten zwischen Tivoli – Hauptbahnhof bis Europaplatz regelmäßig ausdünnen.

Entschieden entgegentreten wollen die VBK den in einer Pressemitteilung vom 18. Juni geäußerten Behauptungen des Fahrgastverbands Pro Bahn, die Verkehrsbetriebe hätten seit Jahren einen Unterbestand beim Fahrpersonal und man habe diesbezüglich viele Gespräche mit der VBK-Geschäftsführung geführt. „Wir standen zu diesem Thema nicht im Austausch. Wir sind in dieses Jahr wie auch in die zurückliegenden Jahre mit einem ausgeglichenen Personalbestand gestartet. In den vergangenen Monaten trafen dann Krankmeldungen auf eine leicht erhöhte Zahl an Abgängen. Durch den angespannten Arbeitsmarkt spüren wir zudem leider, dass es nicht mehr so leicht ist, Menschen für unseren Bereich zu gewinnen. Die Auswahl an Jobs ist aktuell groß – größer als beispielsweise vor der Corona-Krise“, bilanziert Höglmeier.

Die VBK bilden aber fortwährend selbst Straßenbahnfahrer*innen aus und sorgen damit für neues Personal im Führerstand. Der nächste dreimonatige Ausbildungskurs startet im
September, ein weiterer ist für den Herbst in Vorbereitung. Zudem konnten in den vergangenen Monaten neue, bereits ausgebildete Busfahrer*innen eingestellt werden, die es wiederum erlauben, sogenannte Kombifahrer*innen (Bus- und Bahnschein) aus dem eigenen Personalbestand vermehrt auf der Schiene einzusetzen.