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Startschuss für Projekt RegioMOVE

Das Foto zeigt Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup im Kreis der Konsortialpartner des Projekts RegioMOVE. (Foto: KVV/Peter Hennrich)

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) wird sich im Verlauf der kommenden Jahre von einem klassischen Verkehrsverbund hin zu einem Mobilitätsverbund weiterentwickeln.
Am morgigen Freitag, 1. Dezember, fällt nun der offizielle „Startschuss“ für die Umsetzung des Projekts RegioMOVE, das ein Gesamtvolumen von rund 6,6 Millionen Euro umfasst. Von Seiten des Landes Baden-Württemberg und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wird RegioMOVE mit rund 4,9 Millionen Euro gefördert.
Ab Dezember stehen nun die ersten Schritte zur konkreten Umsetzung des Projekts auf der Agenda der beteiligten Konsortialpartner.

Die Vision: Vom Verkehrs- zum Mobilitätsverbund
Stand heute kann man mit einem Ticket des Karlsruher Verkehrsverbunds KVV überall im Verbundgebiet mit Bus und Bahn fahren. Die nächste Evolutionsstufe dieses einfachen Prinzips markiert der Mobilitätsverbund. Zukünftig soll der KVV-Kunde neben Bus und Bahn auch Zugriff auf flexiblere Verkehrsmittel haben, wie Car- und BikeSharing oder Taxi und OnDemand-Verkehre.
RegioMOVE schafft dafür die gemeinsame Plattform für alle Arten von Mobilitätsdiensten, sowohl was die vertraglichen und tariflichen Rahmenbedingungen angeht, als auch IT und Infrastruktur.
Der Clou dabei für die Kunden: Als Mitglied im Mobilitätsverbund erhalten sie die komplette Reisekette „Informieren – Buchen – Fahren – Bezahlen“ aus einer Hand. Der Kunde sagt nur noch wann und wo. Das Wie – ob mit einem bestimmten oder mit mehreren Verkehrsmitteln – passt sich ganz der Situation an.

Ziele von RegioMOVE
RegioMOVE möchte eine in Qualität und Preis lohnenswerte Alternative zum privaten PKW schaffen. Durch ein flexibles Angebot soll die Mobilitätsqualität gesteigert werden, um mehr Kunden für den ÖNV und für Sharing-Modelle zu gewinnen. Davon profitieren nicht nur die Mobilitätsanbieter und deren Kunden. Auch die Städte in der Region und die Umwelt sollen durch eine intelligente Vernetzung der Verkehrsmittel in Zukunft deutlich entlastet werden.
Zudem sollen ländliche Regionen, die bislang durch den ÖPNV weniger erschlossenen waren, besser in das Mobilitätsangebot integriert werden. Das wiederum macht die gesamte TechnologieRegion Karlsruhe noch attraktiver für Firmen und Arbeitnehmer aber auch für Familien und ältere Menschen. Hier spielen die Ports eine zentrale Rolle. In der gesamten Verbundregion sollen sog. Ports gebaut werden, Mobilitätsknotenpunkte, an denen der Kunde zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln wählen kann. Die Auswahl der Standorte erfolgt im Projekt nach einer Analyse des Mobilitätsverhaltens und der Mobilitätsqualität in der Region.

Realisierung
Die Umsetzung des Projekts RegioMOVE gliedert sich in drei Teilprojekte: Pakt, Provider und Port.
Das Teilprojekt „Pakt“ erarbeitet die vertragliche und tarifliche Gestaltung des zukünftigen multimodalen Mobilitätsverbunds. Hier muss eine Verbundstruktur erarbeitet werden, die die Einbindung und Abrechnung von Mobilitätsanbietern ermöglicht.
Teilprojekt „Provider“ setzt die IT-Plattform inklusive intermodaler Routenplanung und Buchung sowie der Benutzerschnittstelle zur Nutzung der Mobilitätsdienste in Form einer App um.
Neben der IT-Infrastruktur sollen im Zuge des Projektes auch bis zu acht intermodale Verknüpfungspunkte, sog. Ports, in der Region realisiert und vernetzt werden.
Das Teilprojekt „Port“ liefert mit einer detaillierten Bedarfs- und Nutzungsanalyse in der Region die Planungsgrundlagen für eine optimale Vernetzung der Region.
Begleitet wird das Vorhaben daher durch das Schwesternprojekt RegioMOVE_KOMM unter der Leitung des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein (RVMO). Die begleitende Bewusstseinsbildung ist gerade für die Anbindung ländlicher Regionsbereiche, die bislang weniger gut im ÖPNV-Netz integriert sind, wesentlich.

Das Projekt wird vom Land Baden-Württemberg und dem Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 4,9 Millionen Euro gefördert. Bereits im Januar 2015 wurde das Projekt RegioMOVE als eines von insgesamt 21 Leuchtturmprojekten im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN prämiert.

Steckbrief RegioMOVE

Schlagwörter Mobilitätsplattform, Intermodalität, Ticketing, Mobility as a Service
Projektstart 01.12.2017
Laufzeit 3 Jahre
Förderung 4.941.192 €

Ansprechpartner

Dr. Frank Pagel
- Projektleitung und Koordinator -
Tullastraße 71
76131 Karlsruhe

Tel. 0721 6107 7053
frank.pagel@kvv.karlsruhe.de