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Jury kürt Sieger des Designwettbewerbs für regiomove-Ports

Preisgekrönt: So könnte einmal ein regiomove-Port aussehen. Im Rahmen eines Förderprojekts sollen zunächst sieben dieser Mobilitätsstationen in der Region gebaut werden. Grafik: netzwerkarchitekten/unit-design

Würfel in leuchtenden Farben: Die Mobilitätsstationen für das Projekt regiomove nehmen Form an. Am 8. Juli kürte eine Fachjury den Sieger des Designwettbewerbs für die zukünftigen Ports. An diesen ist ein komfortabler Umstieg zwischen unterschiedlichen Verkehrsmitteln wie etwa Bus, Bahn oder Leihfahrzeugen möglich. Ergänzend dazu können dort zum Beispiel auch Serviceangebote wie eine Packstation oder Schließfächer integriert sein. Die Wahl des siebenköpfigen Preisgerichts fiel dabei auf den gemeinsamen Entwurf der Büros Netzwerkarchitekten aus Darmstadt und unit-design aus Frankfurt.

Die Jury sah in dem eingereichten Beitrag den „mutigsten“ Entwurf, der den innovativen Charakter von regiomove wirkungsvoll unterstreiche und den Leuchtturmcharakter des ganzen Projektes regiomove wiederspiegele. Gleichzeitig soll das preisgekrönte Design eine Aufbruchstimmung für die Mobilität in der Region symbolisieren.

EU und Land fördern Bau der Pilot-Ports

Mit seinem modular aufgebauten und hochwertigen Design, das im Prinzip aus Stahlgerüsten mit farbigen, kubischen Dachaufbauten besteht (im Entwurf aus Verbundglas), können die Ports an vielen Orten und in unterschiedlichsten Ausprägungen realisiert werden. „Wir möchten mit den Ports auch ein neues Verständnis von Mobilität in der Region vermitteln“, so der Tenor der Jury. Im Rahmen des regiomove-Förderprojekts sollen in der Region zunächst sieben dieser Pilot-Ports gebaut werden. Für den Bau der Pilot-Ports stehen rund eine Millionen Euro Fördermittel der EU und des Landes Baden-Württemberg zur Verfügung. Der Standortfindungsprozess startete im März dieses Jahres. Im September werden die Standorte der ersten sieben Pilot-Ports bekanntgegeben.

Der Design-Wettbewerb zur Gestaltung der Ports wurde von der Stadt Karlsruhe ausgerichtet. Insgesamt wurden fünf Architektur-und Design-Büros eingeladen, ihre Entwürfe einzureichen und diese gestern im Panoramasaal des KVV zu präsentieren. Das Sieger-Design soll in ein Gestaltungshandbuch münden, das als Grundlage für die Entwicklung der Ports dienen wird.

Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Ludwig Wappner (Architekt und Stadtplaner aus München) setzte sich zusammen aus Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner (Leiterin des Stadtplanungsamtes der Stadt Karlsruhe), Prof. Mario Minale (Hochschule für Gestaltung Karlsruhe), Uwe Knappschneider ( Lichtplaner aus Wuppertal), Claus Haberecht (Dezernent für Tourismus, ÖPNV und Strukturförderung Landkreis Rastatt i.R.), Dr. Alexander Pischon (Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbundes) und Prof. Dr. Gerd Hager (Direktor Regionalverband Mittlerer Oberrhein).

Mobilitäts- und Servicekette aus einer Hand

Das Projekt regiomove startete im Dezember 2017 unter der Leitung des Karlsruher Verkehrsverbundes. Die Formierung eines neuen Mobilitätsverbunds mit öffentlichen und privaten Mobilitätsanbietern soll den Fahrgästen eine nahtlose Mobilitäts- und Servicekette aus einer Hand ermöglichen. Von Seiten des Landes Baden-Württemberg und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wird regiomove mit rund 4,9 Millionen Euro über drei Jahre als ein Leuchtturmprojekt der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH gefördert. Gemeinsam mit den Partnern vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, dem Forschungszentrum Informatik, den Unternehmen PTV Group, INIT GmbH, raumobil GmbH und stadtmobil sowie dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein, dem Landkreis Rastatt und der Stadt Karlsruhe wird die Zukunft der Mobilität in der gesamten Region neu gestaltet.